Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Darmspiegelung ist eine endoskopische (visuelle) Untersuchungsmethode für den unteren Verdauungstrakt. Als Vorbereitung für die Untersuchung ist eine Darmreinigung durch Einnahme einer speziellen Trinklösung (Abführmittel) erforderlich. Mithilfe eines Endoskops wird dann die Schleimhaut vom Dickdarm (Kolon) und dem unteren Ende des Dünndarms (terminales Ileum) beurteilt.

Dabei können Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut für einen mikrokopisch Untersuchung (Histologie) entnommen werden. Polypen werden während der Untersuchung mittels Schlinge abgetragen, geborgen und ebenfalls histologisch untersucht.

Die Untersuchung wird in einer Sedierung (Schlafspritze) durchgeführt und ist für den Patienten somit schmerzlos möglich. Bei allen Untersuchungen wird zur besseren Verträglichkeit und Erhöhung des Patientenkomforts CO2 verwendet. Nach der Darmspiegelung kann der Patient im Normalfall sofort wieder essen und trinken (bei Sedierung Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr für einen Tag nicht möglich!).

Die Untersuchung ist risikoarm und geht mit einer niedrigen Komplikationsrate einher, daher ist sie nicht nur zur Abklärung von Beschwerden sondern auch als reine Vorsorgeunteruchung zugelassen und empfohlen.

Wann sollte eine Koloskopie durchgeführt werden?
–> als Vorsorge ab dem 55. Lebensjahr, bei Blut im Stuhl, Stuhlgangveränderungen, chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, bei familiären Risikofaktoren.